Die Stangen

Pole ist der englische Begriff für Stange, die es in verschiedenen Größen, Materialien und Ausführungen gibt. Am Anfang stellt sich bestimmt jeder die Frage: "Welche Stange ist für mich am besten geeignet?"

 

Da es sehr wichtig ist, gleich zu Beginn die richtige Tanzstange zu kaufen, möchte ich euch über die Eigenschaften der verschiedenen Poles aufklären. 

 

Von sogenannten "billig Stangen", die es bereits ab ca. 50,00€ gibt, sollte man die Finger lassen, da die Qualität eher schlecht ist und viele Probleme auftauchen können.

Hierzu ein kleines Beispiel-Video, das zeigt, was passieren kann, wenn man eine schlechte Stange kauft oder sie falsch montiert.

 

Außerdem solltet ihr den Unterschied zwischen "spinning" und "static" bei Poles kennen:

  • Spinning bedeutet sich drehend. Die Stange ist fest zwischen Boden und Decke verspannt und dreht sich um die eigene Achse. So wird die Schwerkraft bezwungen und das Tanzen sieht viel einfacher aus. Bei der Spinning-Pole wird vielen Tänzern und Tänzerinnen erst mal schwindelig, da sie die Fliehkräfte und die Geschwindigkeit nicht gewöhnt sind. Doch auch daran kann sich der Körper recht schnell gewöhnen. 
  • Static ist das Gegenteil und bedeutet bewegungslos. Die Stange ist fest verklemmt und bewegt sich weder nach links noch nach rechts. Zu Beginn ist es zu empfehlen, im Static-Modus zu bleiben, da Spinning um einiges anspruchsvoller ist und mehr Kraft benötigt wird.

 

Viele Poles können beide Varianten, sowohl spinning als auch static. Ältere Modelle kann man an einer kleinen Schraube mit einem Imbusschlüssel öffnen, also in den Spinningmodus umstellen. Neuere Varianten von XPole haben den sogenannten X-Lock, bei dem man mit nur einem Handgriff den Modus der Pole ändern kann. 

 

Tanzstangen Arten

  • Tanzstange, die zwischen Boden und Decke verspannt wird
    Häufigste Aufbauart, da die Stange in wenigen Minuten auf- und abgebaut werden kann. 
  • Tanzstange, die zwischen Boden und Decke verschraubt wird
    Diese Variante ist sicherer, da die Stange fest im Boden und der Decke verankert wird. 
  • Freistehende Tanzstange auf einem Podest
    Die sogenannte Stage Pole ist vor allem für Outdoor Auftritte unter freiem Himmel geeignet. Es wird keine Decke zum Einspannen benötigt, da die Pole fest auf einen Podest geschraubt wird.
    Der Nachteil einer Stage Pole ist, dass sie wackeliger als die anderen ist, weil sie nur an einer Stelle befestigt ist. 
  • Tanzstange mit Ring
    Diese Tanzstange ist eine Kombination aus Pole und Hoop. Der untere Teil besteht aus einer Tanzstange und der obere Teil ist ein Ring. Sie bietet wieder neue Möglichkeiten für Aerial Tricks und wird auch oft "Lollipop" genannt.
  • Flying Pole
    Diese Art von Pole ist eine Stange, die nur an der Decke befestigt wird. Sie bietet die Möglichkeit, Rotationen zu schaffen, die mit einer festen Pole nicht möglich sind. Eine Flying Pole ist eher für fortgeschrittene Tänzer geeignet. 
  • Pole für den Garten
    Von der Marke Gym Pole gibt es eine besondere Tanzstange, die man ganz einfach in die Erde z. B. im Garten schrauben kann. Die sogenannte Gym Pole Active verfügt über ein Bodenschraubsystem, das im Boden steckt. Sobald es verankert wurde, kann man die Stange hineinschrauben und hat eine stabile freistehende Pole für den Garten ohne Podest. Die Gym Pole kann sowohl im Static-Modus als auch im Spinning-Modus mit Hilfe eines One-Click-Systems verwendet werden.

Stangengrößen

Durchmesser:

Der Durchmesser der meist verwendeten Stangen beträgt 45 mm. Das ist auch die internationale Wettbewerbsgröße.

Für Sportler mit kleineren Händen gibt es Stangen mit einem Durchmesser von nur 40 mm und für größere Hände sind auch Stangen mit 50 mm erhältlich.

 

Höhe:

Die Höhe der Stangen ist abhängig von euren Räumen. Natürlich sind höhere Stangen besser, da viele Tricks einen gewissen Spielraum benötigen. 

Die Standardhöhe beträgt jedoch nur 2,235 Meter bis 2,745 Meter. Für jede Stange kann man auch Verlängerungen, sogenannte "Extensions" erwerben. 
Man sollte aber auch beachten, dass höhere Stangen wackeliger werden, da die Entfernung zu Decke und Boden größer ist.


Tanzstangen Material

Neue Stangen sind, unabhängig vom Material, rutschiger als gebrauchte Tanzstangen. Je häufiger man trainiert, desto besser wird jedoch der Grip.

Poledance Stange gibt es in verschiedenen Materialien zu erwerben:

  • Chrome 
    Die bekannteste Oberfläche einer Pole ist Chrome. Sie ist silber-glänzend und wird in den meisten Pole Studios verwendet.
  • Edelstahl
    Edelstahl ist wie Chrome silber-glänzend, aber auch etwas teurer.
  • Titan Gold
    Dieses Material ist teurer als Chrome und Edelstahl und bietet einen besseren Grip.
  • Messing
    Messing ist das teuerste Material. Es besteht aus einer Zink-Kupfer Legierung und bietet den besten Grip, auch bei schwitzigen Händen.
  • Silikon Pole
    Das sind Tanzstangen mit einer Silikon Schicht, erhältlich in den Farben schwarz und pink von XPert. Der Nachteil von diesen  Stangen ist, dass die Haut bei Drops oder Spins sehr heiß wird und man sich verbrennen kann.

  • Pulverbeschichtete Pole
    Die Pulverbeschichtung bietet auch einen besseren Grip, sogar mit schwitzigen Händen. Diese Variante ist auch für Menschen mit Nickelallergie geeignet.


Pole Hersteller

Die bekanntesten Hersteller für Poledance Stangen sind:

 

Polesportshop


Richtiger Aufbau der Stange

Der richtige Aufbau ist das wichtigste Kriterium, an das man noch vor dem Kauf denken sollte. Die Stange muss in einem Raum mit genügend Abstand zu Wänden und Möbeln stehen, damit man sich beim Tanzen nicht verletzt oder hängen bleibt.

 

Die meist verkaufte Tanzstange wird generell zwischen Boden und Decke verspannt. Dazu muss man weder in den Boden noch in die Decke ein Loch bohren. Wie man eine X-Pole richtig aufbaut, wird auf der Seite von Poledanceshop.de sehr gut erklärt.

 

Außerdem ist an die Boden- und Deckenbeschaffenheit zu denken.

Der Boden sollte nicht zu empfindlich sein, vor allem, wenn man Exotic Pole Dance betreibt. Unter der Stange darf nichts liegen, was verrutschen könnte.

 

Die Decke darf nicht aus Rigips bestehen, da die Stange unter starkem Druck zwischen Boden und Decke montiert wird und bei der falschen Deckenbeschaffenheit Risse oder auch Brüche entstehen können. 

Ihr solltet euch daher vor dem Kauf gut informieren, welche Decke in eurer Wohnung ist.

 

Bei Holzdecken ist es wichtig, dass unter der Holzverkleidung ein starker Querbalken verläuft, damit die Pole die Decke nicht nach oben drückt und das Holz beschädigt wird.

Am besten geeignet sind immer noch feste Beton Decken.  

 

Für schräge oder unebene Decken gibt es Pole Deckenhalterungen von X-Pole, um die Stange sicher und fest zu befestigen.